Dr. med. Thomas Führer
Dr. med. Pia Huber* / Dr. med. Mojgan Mahloudjian*
Dr. med. Ekaterina Tchitcherina*

Facharztpraxis für Hautkrankheiten und Allergologie
24.11.2011

Androgenetische Alopezie: Haarausfall bei Männern

Mehr Jahre, weniger Haare: Jeder zweite Mann in mittleren Jahren ist von Haarausfall betroffen. Auch wenn manche Männer den Verlust ihrer Haare mit Fassung tragen – bei vielen schwindet mit ihnen auch das Selbstvertrauen. Denn Haare sind in unserer Kultur ein Symbol für Vielfalt, Aktivität und sexueller Attraktivität. Haarausfall führt daher häufig zu psychischen Problemen bis hin zu sozialem Rückzug. Doch in den meisten Fällen ist Haarausfall bei Männern therapierbar.


Der Ausfall von Haaren ist an und für sich ein ganz natürlicher Vorgang. Er gehört zum normalen Regenerationsprozess des menschlichen Haarwuchses. So durchläuft jedes Haar eine Wachstumsphase von durchschnittlich zwei bis sechs Jahren. Nach Abschluss der Wachstumsphase tritt das Haar in eine etwa dreiwöchige Übergangsphase.


Dihydrotestosteron
Was folgt, ist eine cirka dreimonatige Ruhephase, nach deren Abschluss das Haar ausfällt. Glücklicherweise erfolgt der Phasenwechsel nicht bei allen Haaren gleichzeitig, sonst müssten wir uns alle zwei bis sechs Jahre von neuem mit einer Glatze anfreunden.

Stattdessen treten etwa 60 bis 100 Haare pro Tag in den Phasenwechsel ein und werden durch neue ersetzt. Vom Haarausfall im eigentlichen Sinne spricht man daher erst, wenn täglich mehr als 60 bis 100 Haare ausfallen.


Ausgangssituation
In neunzig Prozent aller Fälle ist vermehrter Haarausfall bei Männern erblich bedingt (androgenetische Alopezie). Als Ursache dafür hat man das Hormon DHT (Dihydrotestosteron), ein Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron in der Kopfhaut ausgemacht. DHT lässt die Haare verkümmern, bis sie ganz ausfallen. Diese zu Haarausfall führende Überempfindlichkeit gegenüber DHT wird vererbt.


Gegenmaßnahmen
Eine Therapie des erblich bedingten Haarausfalls setzt daher daran an, die Bildung von DHT zu hemmen. An der Bildung von DHT ist das Enzym 5-alpha-Reduktase beteiligt: es wandelt das männliche Sexualhormon in DHT um. Um den Haarausfall wirksam zu stoppen, muss dieses Enzym an seiner Funktion gehindert werden. Das ist heutzutage medikamentös möglich. Es gilt allerdings: Mit der Therapie sollte möglichst frühzeitig begonnen werden - denn Haarausfall zu stoppen ist einfacher als neue Haare zu gewinnen!




Dr. med. Thomas Führer
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