Kinder- und Jugenddermatologie

Der Zustand von Kinderhaut wird seit jeher gerne als Idealbild dargestellt – bestens durchfeuchtet und durchblutet, prall und rosig. Doch leider steigt die Zahl der Kinder, die mit Hautirritationen bis hin zu handfesten allergischen Reaktion zu kämpfen haben, stetig an. Unbestrittenes Hauptthema dabei das atopische Ekzem, besser bekannt als Neurodermitis. Zur Zeit gilt diese Hautkrankheit zwar als nicht heilbar, eine Vielzahl unterschiedlicher Therapieformen kann das Krankheitsbild heute jedoch fast vollständig unterdrücken.

Neurodermitis

Neurodermitis äußert sich meist durch rote und schuppende, manchmal sogar nässende Hautpartien, die dann von einem oft quälenden Juckreiz begleitet werden. Für ihr Entstehen gibt es keine generelle Ursache, vielmehr spielen zahlreiche Einzelfaktoren zusammen. Zu diesen Faktoren gehören sowohl endogene, also persönliche Faktoren, wie beispielsweise eine erbliche Veranlagung oder psychische Faktoren, als auch Umwelteinflüsse durch Allergene und Hautreizungen. Daher ist es ein erster Hauptpunkt unserer Behandlung, die möglichen Provokationsfaktoren präzise zu benennen – denn nur dann kann eine passgenau konzipierte Therapie maximale Wirkung entfalten! Von besonderer Wichtigkeit ist uns dabei immer auch die psychische Situation des betroffenen Kindes sowie seines familiären Umfelds. Unsere Kindersprechstunden sind darum auch immer ganz speziell auf die kleinen Patienten und ihre Angehörigen ausgerichtet.


Akneprobleme sind beherrschbar

Akne gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten, wobei man Akne aber nicht grundsätzlich hat. Normalerweise tritt dieses Problem nur kurze Zeit im Leben auf – häufig bei jungen Menschen. Setzt die Akne erst nach der Pubertät ein, ist ihre Behandlung häufig langwierig.

Ansatzpunkte der Aknetherapie

Eine fachgerechte Entfernung von Komedonen und Entleerung von Eiterpickeln (Pusteln) kann das Krankheitsbild der Akne deutlich verbessern. Durch eine Schältherapie werden Hornpfröpfchen im Talgdrüsenausführungsgang aufgelöst. Komedonen werden entfernt und ihre Neubildung verhindert. Zur Schälbehandlung eignen sich folgende Wirkstoffe: Vitamin-A-Säure bewirkt eine Auflockerung und vermindert die Aneinanderhaftung der Hornzellen. Geschlossene Komedonen öffnen sich und stoßen ihren Hornpfropf ab. Unter Anwendung von Benzoylperoxid kommt es zu einer Auflockerung des Hornpfropfes und einer Verkleinerung der Talgdrüsen. Neben seiner komedoly-tischen Wirkung hat es auch einen keimtötenden (antimikrobiellen) und reduzierenden (antiseborrhoischen) Effekt. Azelainsäure hat eine schälende und antiseborrhoische Wirkung. Weiterhin wirkt sie antibakteriell. Isotretinoin hat der Vitamin-A-Säure entsprechende Wirkungen, soll aber weniger hautreizend wirken. Adapalen ist eine Vitamin-A-Säure ähnliche Substanz mit zusätzlich antientzündlichen Eigenschaften. Bei der äußerlichen antibiotischen Behandlung steht Erythromycin ganz im Vordergrund. Es wirkt entzündungshemmend und bakteriostatisch gegenüber Keimen. Bei starken Formen der Acne papulopustulosa und bei der Acne conglobata sind auch innerlich Antibiotika anzuwenden. Bewährt hat sich vor allem der Wirkstoff Tetracyclin. Bei schweren Formen der Akne kann auch innerlich mit Isotretinoin behandelt werden. Auch eine Behandlung mit Homonen ist möglich.




© 2017 | Privatärztliche und Selbstzahler-Praxis Dr. Thomas Führer & Kollegen | Fachärzte für Hautkrankheiten und Allergologie
Dr. med. Thomas Führer | Dr. med. Pia Huber* | Dr. med. Mogan Mahloudjian*

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