24.11.2010

Malignes Melanom: Früherkennung verbessert die Aussicht auf Heilung

Ein entstehendes Malignes Melanom hat charakteristische Symptome und Warnzeichen. Jedes dieser Zeichen kann völlig harmlos sein. Muss es aber nicht. Eine regelmäßige fachkundige Kontrolle durch den Hautarzt ist daher angebracht.

 

Risikofaktoren
Die Entstehung des schwarzen Hautkrebses ist in hohem Maße von Risikofaktoren abhängig. Jeder kann dies selbst für sich abschätzen, indem man die folgenden Frage beantwortet

 

  • Gibt es eine große Zahl von Pigmentflecken?
  • Gehört man zum hellen Hauttyp?
  • Ist man unkontrollierter Lichteinwirkung ausgesetzt?
  • Hat man sich viel der Sonnenbestrahlung ausgesetzt?
  • Hat es in der Kindheit viele Sonnenbrände gegeben?
  • Gibt es im weiteren Umkreis der Familie häufiger schwarzen Hautkrebs?

Vorbeugung
Wer drei dieser Fragen mit „ja“ beantwortet, sollte die Pigmentflecken seines Körpers regelmäßig vom Dermatologen kontrollieren lassen. Ein entstehendes malignes Melanom kennzeichnet sich durch bestimmte Symptome und Warnsignale:

  • Juckreiz
  • Blutungsneigung
  • Farbveränderungen
  • Wachstum

Wer an seinen Pigmentflecken und Naevi diese Anzeichen entdeckt, sollte sofort den Hautarzt aufsuchen. Natürlich kann jedes dieser Zeichen einen völlig harmlosen Ursprung haben. Panik ist deshalb unangebracht. Aber Vorsicht ist nun einmal besser als Nachsicht – was heißen sollte: Kontrolle durch den Fachmann.


Dokumentierte Kontrolle
Jeder kann und sollte seine Pigmentmale und Muttermale auch selbst beobachten. Aber Hand aufs Herz: Wer kann schon beurteilen, wie jeder seiner Pigmentflecken vor zwölf Monaten ausgesehen hat? Ihr Hautarzt kann dies aber, besonders dann, wenn er über ein modernes, computergestütztes Dokumentationssystem verfügt. Hierbei wird jeder Pigmentfleck durch ein Auflichtmikroskop betrachtet und das Bild auf Video gespeichert.

Bei einer regelmäßigen Kontrolle, etwa alle zwölf Monate, entsteht so eine kleine Bildergalerie ihrer Pigmentherde. Daran kann der Hautarzt sofort und sicher Veränderungen feststellen. Veränderungen, die sonst auch für das geschulte Auge des Arztes nur sehr schlecht erkennbar sind, werden durch diese Form der Betrachtung sichtbar. Auch kleinste Unterschiede zwischen den Aufnahmen im Zeitablauf entgehen dem computergestützten Vergleich der Bilddaten nicht und werden dem Arzt zusätzlich gemeldet.

Im Zweifelsfall kann dann eine histologische Diagnostik, also eine Untersuchung des Gewebes im Labor, eingeleitet werden. Durch dieses moderne Verfahren der Erkennung von Malignen Melanomen schon im frühen Entstehungsstadium kann die Aussicht auf Heilung deutlich verbessert werden. Je früher derartige Hautveränderungen erkannt werden, desto besser stehen die Chancen, eine möglicherweise bösartige Ursache zu heilen.

Daher ist eine regelmäßige und sorgfältige Kontrolle der Haut besonders wichtig. Aber: Nicht jede Hautveränderung bedeutet den Beginn eines Malignen Melanoms und ist deshalb ein Grund zur Panik! Dennoch sollten alle Veränderungen der Haut ernst genommen und genau untersucht werden, um einen möglicherweise bösartigen Verlauf frühzeitig zu erkennen.

Die Fortschritte der modernen Auflichtmikroskopie unterstützen eine präzise Verlaufsbeobachtung und helfen daher, Maligne Melanome rechtzeitig auszumachen. Denn: Die Früherkennung spielt zusammen mit der Prävention die wichtigste Rolle im Kampf gegen das Melanom. Ihr Dermatologe informiert sie gern über weitere Einzelheiten!

 

 

 



© 2017 | Privatärztliche und Selbstzahler-Praxis Dr. Thomas Führer & Kollegen | Facharztpraxis für Hautkrankheiten und Allergologie
Dr. med. Thomas Führer | Dr. med. Pia Huber* | Dr. med. Mogan Mahloudjian* | Dr. med. Stefan Cebulla*

*Ärzte in Anstellung

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